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Aktualisiert – Januar 18, 2026
Heizen mit Gas ist in Wohnmobilen der Standard, wie auch in Wohnwägen. Reist man ins Ausland, sollte man an ein entsprechendes Gasflaschen-Adapter-Set denken, da die hiesigen Gasflaschen nicht überall kompatibel mit ausländischen Füllstationen, Druckreglern, etc. sind.
Wohnmobile verfügen u.U. über eine Kombination aus Gas- und Elektro-Heizung, oder gar über eine Diesel-Zusatzheizung.
Damit ergibt sich die Frage, welche der Heizarten ist denn die wirtschaftlichste?
Der Vergleich gestaltet sich relativ einfach. Eine 11 kg Gasflasche beinhaltet, unter Berücksichtigung des Propan / Butan-Gemisches, etwa 141 kWh Energie. Geht man von etwa 26,07 EUR Euro für 11 kg Gas aus, kostet die kWh 0,1845 Euro.
Strom liegt aktuell etwa bei durchschnittlichen 0,297 Euro (Deutschland – Stand 01.2016) je kWh.
Diesel beinhaltet 9,7 kWh je Liter. Bei einem Liter-Preis von angenommen 1,687 Euro (Deutschland – Stand 01.2016) kostet die kWh 0,174 Euro.
- Diesel – 0,174 €/kWh (günstigste Option)
- Gas – 0,1845 €/kWh (etwa 6% teurer)
- Strom – 0,297 €/kWh (etwa 71% teurer als Diesel)
Diesel-Zusatzheizung
Der Einbau einer Diesel-Zusatzheizung liegt, je nach Ausführung, zwischen 2.000 und 3.800 Euro. Geht man von einer Nutzungsdauer von 210 Tagen aus (was bei einer normalen Wohnmobil-Nutzung u.U. das gesamte Leben eines Wohnmobils repräsentiert), würde sich eine Ersparnis von 500 Euro gegenüber der Gas-Heizung ergeben.
Allein aus Gründen der Wirtschaftlichkeit spricht also nichts für den Einbau einer Diesel-Zusatzheizung. Erst in kalten Gegenden, gerade, wenn extreme Minus-Temperaturen vorherrschen, gewinnt sie an Bedeutung. Eine Diesel-Tankstelle ist weit häufiger anzutreffen, als eine Tausch- oder Füllstation für Gasflaschen. Dies ist der eigentliche Grund für die Überlegung eine Diesel-Zusatzheizung einbauen zu lassen.
China-Diesel-Heizung
Die VEVOR-Diesel-Luft-Heizungen kosten einen Bruchteil der beklannten WEBASTO- oder EBERSPÄCHER-Luft-Heizungen. Ob die Qualität auf Dauer den beiden o.g. Mitbewerber-Produkten entspricht, sei dahin gestellt.
Der Einbau ist relativ leicht, die Heizleistung beachtlich, der Komfort in Sachen Bedienung steht den teureren Produkten nicht nach. Insoweit ist dies eine durchaus bedenkenswerte Option!
Ich habe in meinem mobilen Zuhause einen festinstallierten Gastank, und das bedeutet weitere Probleme: Zum einen muss man im Winter auf ein passendes Propan-Butan-Gasgemisch achten, weil LPG-Tankstellen sonst in der Regel nur 60/40 Mischungen anbieten, aber da Butan ab um die 0 Grad flüssig bleibt, ist das zum heizen ungeeignet. Ein 95/5 Gemisch wäre ideal, aber zumindest in Deutschland ist es bei den meisten Tankstellen schwer herauszufinden, und nur ganz selten steht es dran.
Die Gasheizung ist allerdings vor ein paar Wochen gestorben, so dass ich froh bin, noch eine China-Dieselheizung eingebaut zu haben, für weitaus weniger Geld. Dennoch ist das heizen damit gefühlt etwa 4x so teuer, denn sonst reichte ein Gastank (70l) für ca. einen Monat, und momentan muss ich alle 2-3 Tage zur Tankstelle tigern, um einen 10l Kanister zu befüllen.
So zumindest meine Praxiserfahrung aus Deutschland im Winter 2026.
Danke für den Praxis-Beitrag! Ich habe die Preise von Gas, Diesel und Strom auf heutigen Stand gebracht. Der Preisvergleich bezieht sich auf die jeweils in Diesel oder Gas gespeicherte Energie, womit ein Vergleich von 1 kWh Heizenergie unter allen Betriebsmitteln gegeben ist.
Eine ALDE 3030 Gas-Wasserheizung verbraucht z.B. auf Stufe 1. 3,3 kW (Propan) / 3,8 kW (Butan), bzw. Stufe 2. (maximal): 5,5 kW (Propan) / 6,4 kW (Butan).
Eine WEBASTO EVO 5 Diesel-Zusatz-Wasser-Heizung liegt bei Teillast (2,5–2,8 kW) ca. 0,31 – 0,62 Liter/h und bei Volllast (5 kW) 0,62 Liter/h.
Legt man diese Verbrauchssdaten zu Grunde, ergibt sich das (jetzt) im Beitrag wiedergegebene Verhältnis:
Diesel – 0,174 €/kWh (günstigste Option)
Gas – 0,1845 €/kWh (etwa 6% teurer)
Strom – 0,297 €/kWh (etwa 71% teurer als Diesel)