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Alarmanlage im Wohnmobil

Lesedauer 3 Minuten

Das Thema Alarmanlage im Wohnmobil wird immer wieder angefragt. Deshalb nachfolgend einige Gedanken hierzu.

Gleich vorweg: wer einen furchterregend knurrenden und bellenden Hund mit sich führt benötigt keine Alarmanlage. Der Einbrecher / Dieb wird von allein die Finger vom Fahrzeug lassen, sobald die Anwesenheit eines größeren und aggressiv bellenden Hundes vernehmbar wird.

Alarmanlagen arbeiten auf unterschiedliche Weise, allesamt mit Vor- und Nachteilen der jeweiligen technischen Verfahren verbunden. Seien es hohe Temperaturen durch Sonneneinstrahlung oder andere Fehlalarm auslösende Faktoren.
Zudem ist einem Unberechtigten kaum eine Alarmanlage und deren Funktion, samt Schwachstellen, unbekannt. Wer eine Bank oder einen Juwelier auszurauben beabsichtigt, macht sich vorher über die Sicherungsanlagen kundig.

Und noch ein Tip: KEINE Aufkleber anbringen, die dem Unbefugten schon gleich signalisieren, dass eine Alarmanlage verbaut ist. Dann wird er natürlich zunächst versuchen, diese lahm zu legen, ehe er sich ans eigentliche Werk macht. Der entstehende Schaden dürfte damit nur maximiert werden …

Akustischer, optischer Alarm

Sirenen, Scheinwerfer, Blinker – sie alle machen ggf. andere in der Nähe befindliche Mitbürger auf ein möglicherweise ungutes Ereignis aufmerksam, doch kaum jemand wird die Initiative ergreifen und demjenigen das Handwerk legen (wollen oder können). Vielleicht wird man mit Glück die Polizei anrufen, aber sicher nicht eine Verfolgung aufnehmen.

Schaden gering halten

Ein guter Rat ist, im Fahrzeug offensichtlich vermeintliche Wertgegenstände (altes Handy, Tablet, Fotoapparat oder Laptop, eine Geldbörse mit einem geringen Geldbetrag) zu platzieren, um dem Dieb „leichte Beute“ zu offerieren. So wird er zunächst sich dieser Dinge bemächtigen, vielleicht noch hier und da etwas durchwühlen, dann aber sehen, dass er Land gewinnt.
Gegen Diebstahl gibt es Inhalts-Versicherungen, also bleibt der Schaden übersichtlich.

Umfragen und Recherchen von Zeitschriften und Institutionen zeichnen ein ähnliches Bild: Einbrecher zerstören am wenigsten, wenn das Fahrzeug leicht aufzubrechen ist und es den Anschein hat, als könne man leicht Beute machen.
Wer das Fahrzeug zu entwenden beabsichtigt, schließt bei älteren Fahrzeugen i.d.R. die Zündung kurz und macht sich schnellstens auf und davon. Wegfahrsperren neuerer Fahrzeugtypen sind heute auch kein unüberwindliches Hindernis mehr für Langfinger.
Aus Diebessicht sind moderate, mit geringem Aufwand behebbare Schäden der Einbruchsspuren anzustreben, was gerade in Fällen von Auftrags-Diebstählen von Bedeutung ist.

Wie aber kann man ein entwendetes Fahrzeug wiedererhalten? Das dürfte wohl die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang sein.

Stiller Alarm

Einen stillen Alarm kennt man von Banken, Juwelieren, etc.. Der Einbrecher wähnt sich sicher und wird sein Diebesgut versuchen zu seinen Zwecken zu nutzen.

Ein Router ist für Camper und Wohnmobilisten zumeist ohnehin Bestandteil der Ausstattung. Nur sehr wenige Hersteller integrieren GPS in ihren Router-Produkten. Externe GPS-Antennen kennt man hingegen eher, auch GPS-Tracker, wie es sie für Haustiere gibt. Diese aber verraten sich mit einem Blick auf das Wohnmobildach, müssen auch mit einem durch das Dach hindurch geführte Kabel mit Spannung versorgt werden, will man nicht täglich ein USB-Kabel anschließen, um den eingebauten Akku zu laden.

Eine Antenne hingegen kennt man von allen Fahrzeugen der letzten Jahrzehnte, die „Haifischflosse“ am Heck des Autodaches.
Ähnliche Antennen gibt es auch für WIFI-Empfang von benachbartem WLAN (z.B. Campingplatz-WLAN), LTE-Empfang (3G, 4G, 5G) UND integriertem GPS-Empfang! Man sieht ihnen ihre Eigenschaften nicht von außen an, da es unterschiedliche Ausstattungen in ein und der selben Gehäuseform gibt. Ein empfehlenswerter Hersteller ist z.B. Panorama Antennas.

Teltonika Networks ist ein Hersteller von Routern für industrielle Anwendungen. Nun ist ein Wohnmobil keine Industrie-Anwendung, aber von Vibrationen, hohen Innentemperaturen im Sommer bei Sonneneinstrahlung heimgesucht und damit durchaus vergleichbar.

Deren Produkte sind u.a. auch mit dieser GPS-Funktionalität ausgestattet. Teltonika bietet einen kostenpflichtigen Ortungs-Dienst an, inklusive Geofencing*. So wird es möglich, einen SMS-Alarm auszulösen, sobald das Fahrzeug sich außerhalb des gesetzten virtuellen Zaunes bewegt, sowie, ähnlich einem Navigationssystem, den aktuellen Standort, die Route des Fahrzeugs anzuzeigen.

Damit ist also die Alarmierung binnen weniger Minuten gegeben, sowie alle Informationen für die Polizei verfügbar, um den Dieb binnen kürzester Zeit zu stellen.

Teltonika – GPS-fähige Router

folgende Router zwischen rund 190 Euro und 500 Euro sind mit GPS ausgestattet:

Integration in SmartHome

Wer ohnehin diverse Sensoren mit SmartHome (z.B. HomeMatic, RaspberryMatic) überwacht, kann diese natürlich ebenso für eine stille Alarmmeldung via SMS nutzen. Dies ist eine weitaus kostengünstigere Methode, als handelsübliche Anlagen, die, wie deren Komponenten und Funktionen, in den entsprechenden Kreisen bekannt sind und so schnell sabotiert werden können.

Eine Eigenausstattung hingegen ist zu individuell, als dass man sie auf Anhieb durchschauen und ihre Funktion beeinträchtigen kann.

Auch Geofencing ist mit SmartHome ebenso realisierbar, wie in der vorgenannten Lösung via Teltonika Router.

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