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MaxxFan – Umbausatz

Lesedauer 3 Minuten

Für den MaxxFan Deluxe bietet die Firma Caravandichtungen einen Umbausatz an. Während im Originalzustand des MaxxFan ein deutlicher Luftzug im geschlosssenen Zustand spürbar ist, verhilft dieser Umbau-Dichtungssatz zu einer wirksamen Abdichtung.

Es werden zwei Gummi-Profile geliefert, die – im Normalfall – von außen, statt der vorhandenen Kantenschutz-profile, aufgebracht werden.

Da die Profile sehr gut abdichten, sollte auf regelmäßiges Lüften und den CO2-Wert geachtet werden. Dies kann am einfachsten über ein CO2-Messgerät erfolgen, das die aktuelle CO-Belastung, den Trend anzeigt und Alarm gibt, wenn eine kritische CO2-Belastung entstanden ist (was übrigens schneller der Fall ist als man gemeinhin anzunehmen glaubt) und nebenbei noch Temperatur, Feuchte und Urzeit ausgibt.

De- / Montage – im Normalfall

Nach Lösen der beiden, das Lufteintrittsgitter mit dem Scharnier verbindenden, Schrauben und Ausrasten der beiden Gleitrollen am Gestänge der Haube von innen, kann die Haube vollständig umgeklappt werden.

Zunächst sind die vorhandenen Kantenschutzprofile zu entfernen. Klebe- oder ggf. abgerissene Gummireste sind mit einem Cutter-Messer leicht zu entfernen.

Das kurze, dickere Dichtungsprofil wird, mit dem Gummiwulst nach außen zeigend, an Stelle des eben entfernten langen Kantenschutzprofils, passgenau auf die Aussparung aufgesetzt und gut fest gedrückt. Man beginnt am besten an den Enden und drückt das Profil, von den Enden zur Mitte wandernd, gleichmäßig fest.

Dicht an einem Ende dieses Profils setzt man mit dem dünneren, langen Dichtungsprofil umlaufend fort. Da das Profil etwas länger als nötig ist, muss die endgültige Länge entsprechend angepasst werden.
Da die Gerade vor der Rundecke für das Dichtungsprofil nur knapp einen Zentimeter Halt bietet und dieses beliebt, sich stets von der Kante abzuheben, muss dies angeklebt werden. Ansonsten läuft man Gefahr, dass es sich permanent löst und die Haube am Schließen hindert.

Der Normalfall ist damit abgeschlossen, das Außengitter kann wieder mit den beiden Schrauben am Scharnier angeschraubt und innen die Rollen in die vorgesehenen Schienen eingesetzt werden.

… und im Sonderfall

Der Sonderfall ist dann gegeben, wenn man von außen nicht mehr an die Dachluken heran kommt, z.B. weil man darüber PV-Module montiert hat, die die Haube einerseits vor Hagelschlag schützen, andererseits die Dachfläche, trotz der Hauben, vollflächig für PV-Module genutzt werden kann.

Die Montage der Dichtungsprofile ist auch in dem Fall möglich und kann sogar bei Regen, Schnee oder Sturm – von innen – erfolgen!

Da man hier jedoch nur einen sehr eingeschränkten manuellen Aktionsradius hat und die Ecken außerhalb jenem liegen, ist man gut beraten, das dünnere, lange Gummiprofil auf die Länge anzupassen, die der Geraden zwischen den Rundecken entspricht.
Was zunächst nachteilig erscheinen mag, hat allerdings einen Vorteil: durch die entstehenden „Luftlöcher“ ist ein nahezu hermetischer Luftabschluss vermieden und eine gewisse, wenn auch deutlich minimierte, Zwangsentlüftung weiterhin gegeben.

Zunächst ist das innere Lüftungsgitter durch Drehen der vier Verriegelungen zu lösen. Eine gute Gelegenheit, es gleich von angesammeltem Staub, etc. zu befreien.

Danach ist das Ventilator-Flügelrad, nach Lösen der Torx-Imbus-Schraube, von der Motorwelle abzuziehen (und gleichfalls zu reinigen).

Nach – manuellem – Hochdrehen der Haube können die vorhandenen Kantenschutzprofile entfernt werden. Beim Lösen der Verklebungen möglichst gefühlvoll vorgehen, um sich ein nachträglich erforderliches Entfernen von Gummiresten mittels Cutter-Messer weitgehend zu ersparen.

Zuerst wird das dicke Profil, wie oben beschrieben, mit dem Wulst nach außen gerichtet, aufgeklemmt und festgedrückt. Danach folgen die, auf Länge der jeweiligen Geraden geschnittenen, dünneren Profile ringsum, jeweils kurz vor der Eckrundung beginnend und endend.

Auf der Scharnierseite beginnt man mittig und richtet, nach etwa vier, fünf Zentimeter das Dichtungsprofil so aus, dass es rechts und links knapp vor Beginn der jeweiligen Biegung endet. Erst dann drückt man es vollends auf die Kante auf. Hierbei greift man über das Gestänge der Haube, an den Enden über das jeweilige Lager. Wer schmale Hände und lange Finger hat, ist hier klar im Vorteil. Im Zweifel gibt es vielleicht auch schlanke weibliche Hände, die hilfreich eingreifen können.

Abschließend prüft man, ob die Haube – manuell – einwandfrei schließt und testet dann auf elektrischem Betätigungswege.

Läuft alles zur vollen Zufriedenheit, kan das Ventilatorrad wieder auf die Welle gesteckt und die Torx-Imbus-Schraube festgezogen werden. Darauf achten, dass das Rad bis zum Anschlag auf die Welöle geschoben wird, um ein Schleifen am Fliegengitteraufsatz zu vermeiden.

Schließlich noch das Fliegengitter montieren, die vier Verriegelungen in die ursprüngliche Position bringen.

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