{"id":9069,"date":"2025-01-23T09:19:36","date_gmt":"2025-01-23T09:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/csiag.de\/?p=9069"},"modified":"2025-02-09T12:43:15","modified_gmt":"2025-02-09T12:43:15","slug":"is-ek-goed-genoeg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/","title":{"rendered":"Is ek goed genoeg?"},"content":{"rendered":"<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Das_Zeugnis\" >Das Zeugnis<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Der_Masstab\" >Der Ma\u00dfstab<\/a><ul class='ez-toc-list-level-3' ><li class='ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#der_weltliche_%E2%80%A6\" >der weltliche &#8230;<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#%E2%80%A6_und_der_gottliche\" >&#8230; und der g\u00f6ttliche<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Spannungsfeld_%E2%80%93_Sunde_und_Gnade\" >Spannungsfeld &#8211; S\u00fcnde und Gnade<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Freiheit\" >Freiheit<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Impulse\" >Impulse<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Exkurs_%E2%80%93_Selbstzweifel\" >Exkurs &#8211; Selbstzweifel<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/csiag.de\/af\/blog\/2025\/01\/23\/bin-ich-gut-genug\/#Fazit\" >Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer<\/span> <span class=\"rt-time\"> 6<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span>\n<p>Die Frage &#8222;Bin ich gut genug &#8230;&#8220; stellt sich vermutlich jeder Mensch im Leben. Sie ist wohl eine der tiefgreifendsten Fragen, die uns Menschen bewegt. Sie ber\u00fchrt unser Selbstwertgef\u00fchl, unser Verh\u00e4ltnis zu anderen und unsere Beziehung zu Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Suche nach einer Antwort f\u00fchrt uns zu einer Reflexion \u00fcber unsere St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, unsere moralischen Ma\u00dfst\u00e4be und unsere Bestimmung im Leben. Aus biblischer Sicht bietet diese Frage eine Einladung, unser Menschsein in Verbindung mit Gottes Sicht auf uns zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Zeugnis\"><\/span>Das Zeugnis<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Ehe wir uns analytisch an das Thema begeben, zun\u00e4chst eine Episode aus meinem Leben, denn auch mir ist diese Fragestellung keineswegs fremd:<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Jugend war gepr\u00e4gt von sicherlich wohlmeinenden Verboten und dem unausweichlichen \u00fcbereifrigen Streben meiner Mutter, dass aus mir &#8222;was werden&#8220; sollte. Ein Dr. jur. w\u00e4re recht, aber auch ein Dr. med. durchaus akzeptabel. Nachdem meine Noten auf dem humanistischen Gymnasium, mit den Fremdsprachen Latein, Englisch und Franz\u00f6sisch aus Sicht meiner Mutter zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lie\u00dfen und dem damaligen Numerus Clausus in keinster Weise gerecht wurden, damit der Traum vom Dr. wie auch immer auf nimmer Wiedersehen schwand, aber mein Interesse f\u00fcr Technik immerhin die vage Wahrscheinlichkeit bot, wenigstens einen Dipl. Ing. zu erreichen, wurde dieses Ziel vehement verfolgt. \u00dcben, \u00fcben, \u00fcben hie\u00df es, &#8211; selbst in den Ferien.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Sommers, wir wollten f\u00fcr drei Wochen Richtung \u00d6sterreich Urlaub machen, sah ich auf Grund des Zeugnisses schwarz f\u00fcr eine \u00dcbungs-freie Zeit. Folglich besorgte ich mir zwei Plastikt\u00fcten, in die ich das Zeugnis fein s\u00e4uberlich zwischen zwei Pappr\u00fcckseiten von Schreibbl\u00f6cken legte, in die erste T\u00fcte packte, die zweite umgekehrt dar\u00fcber, um weitgehend m\u00f6glicherweise eindringende Feuchtigkeit auszuschlie\u00dfen.<br>Auf dem Heimweg gab es ein Grundst\u00fcck mit gro\u00dfen, kaum genutzten Garten hinter einem hohen schmiedeeisernen Zaun. Reichlich Laub bedeckte den lockeren Erdboden. Ein optimales Versteck. Das Laub und die oberste Erdschicht schnell beiseite geschoben, das leidige Objekt in den T\u00fcten dort vergraben, Laub dr\u00fcber, fertig.<br>Zuvor hatte ich nat\u00fcrlich jene Klassenkameraden geimpft, falls meine Mutter nachfragen sollte, ob wir die Zeugnisse nicht bekommen h\u00e4tten, dass sie gleichlautende Auskunft g\u00e4ben.<\/p>\n\n\n\n<p>Daheim angekommen war erwartungsgem\u00e4\u00df die erste Frage &#8222;Und &#8230;?&#8220;, gefolgt von meiner Antwort &#8222;Nix, bekommen wir erst nach den Ferien!&#8220; Meine Mutter mit sichtlich ver\u00e4rgerter, wie ungl\u00e4ubiger Miene: &#8222;Das glaubst Du ja wohl selber nicht!&#8220; Worauf ich mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichem Gleichmut und unter Vermeidung ansatzweisen Err\u00f6tens erwiderte &#8222;Kannst ja bei den anderen anrufen &#8230;&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>Sie rief nicht an &#8211; der Urlaub, frei von \u00dcben war gerettet! Doch um welchen Preis?! <\/p>\n\n\n\n<p>Einige Wochen vor ihrem nicht absehbaren pl\u00f6tzlichen Tod \u00e4u\u00dferte sie sich mir gegen\u00fcber in einem abendlichen Gespr\u00e4ch res\u00fcmierend, sie habe wohl in meiner Erziehung vieles falsch gemacht. Meine Antwort lautete: &#8222;Du hast nichts falsch gemacht, auch wenn Du sp\u00e4ter manche Entscheidung gern revidiert, eine andere Entscheidung getroffen h\u00e4ttest. Es ist normal, dass man Entscheidungen aus dem jeweils aktuellen Wissenstand trifft, im R\u00fcckblick aber, unter Ber\u00fccksichtigung der dann gemachten zus\u00e4tzlichen Erfahrungen, zu einem anderen Ergebnis gelangt. Kaum jemand wird absichtlich wider besseres Wissen handeln, erst recht nicht Eltern, die \u00fcblicherweise das Wohl des Kindes im Fokus haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Zwiegespr\u00e4ch h\u00e4tte sie sich gut drei\u00dfig Jahre unseres Lebens weitaus angenehmer und kommunikativer gestalten k\u00f6nnen, h\u00e4tte sie es deutlich fr\u00fcher stattfinden lassen. Aber gut, manche Dinge brauchen Zeit, w\u00fcnschenswert w\u00e4re nur, dass man so fr\u00fch als m\u00f6glich diese Erkenntnis verinnerlicht und nicht bis kurz vor Ultimo wartet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Der_Masstab\"><\/span>Der Ma\u00dfstab<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Was ist eigentlich unser Ma\u00dfstab, der definiert, ob wir gut genug sind oder nicht?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"der_weltliche_%E2%80%A6\"><\/span>der weltliche &#8230;<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>In unserer Gesellschaft wird &#8222;gut genug&#8220; oft anhand \u00e4u\u00dferer Kriterien gemessen: Erfolg, Sch\u00f6nheit, Leistung, Anerkennung. Viele Menschen empfinden, dass sie diesen Erwartungen nicht gen\u00fcgen. Wer nicht mithalten kann, f\u00fchlt sich schnell minderwertig.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch diese Ma\u00dfst\u00e4be sind oft unerreichbar und k\u00f6nnen zu einem endlosen Streben nach Perfektion f\u00fchren. Es entsteht ein innerer Druck, der den Blick f\u00fcr den wahren Wert des Menschen verstellen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"%E2%80%A6_und_der_gottliche\"><\/span>&#8230; und der g\u00f6ttliche<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bibel bietet eine radikal andere Perspektive. Im Zentrum steht die Botschaft von Gottes bedingungsloser Liebe. In <em>Psalm 139,14<\/em> (Schlachter) hei\u00dft es: <em>\u201eIch danke dir daf\u00fcr, da\u00df ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!<\/em>&#8222;<br>Diese Worte erinnern uns daran, dass unser Wert nicht von unserer Leistung oder von anderen Menschen abh\u00e4ngt, sondern von der Tatsache, dass wir Gesch\u00f6pfe Gottes sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Neuen Testament begegnen wir dieser Botschaft. Jesus Christus kam nicht, um Perfekte zu rufen, sondern S\u00fcnder (vgl. <em>Lukas 5,32<\/em> (Schlachter) &#8211;<em> &#8220;&nbsp;Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern S\u00fcnder zur Bu\u00dfe.&#8220;<\/em>). <\/p>\n\n\n\n<p>Im Brief an die <em>R\u00f6mer<\/em> (<em>3,23\u201324<\/em> (Schlachter)) fasst Paulus diese Wahrheit  zusammen:<br><em><em>\u201eDenn alle haben ges\u00fcndigt und die Herrlichkeit Gottes verloren und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erl\u00f6sung, die in Christus Jesus ist.\u201c<\/em><\/em><br>Gott liebt uns nicht wegen unserer Taten, sondern TROTZ unserer Unvollkommenheit. Das Kreuz steht als Zeichen daf\u00fcr, dass wir angenommen sind, so wie wir sind!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Spannungsfeld_%E2%80%93_Sunde_und_Gnade\"><\/span>Spannungsfeld &#8211; S\u00fcnde und Gnade<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Punkt in der Bibel ist das Eingest\u00e4ndnis, dass wir als Menschen nicht \u201egut genug\u201c sind, um aus eigener Kraft vor Gott bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Wahrheit mag im ersten Moment niederschmetternd wirken. Doch sie weist uns auf Gottes Gnade hin. In <em>2. Korinther 12,9<\/em> (Schlachter) sagt Gott zu Paulus: <em>\u201eUnd er hat zu mir gesagt: La\u00df dir an meiner Gnade gen\u00fcgen<\/em>.&#8220;<br>Diese Aussage kehrt die menschlichen Ma\u00dfst\u00e4be um: Gerade in unserer Schw\u00e4che, in unseren Fehlern und Unzul\u00e4nglichkeiten zeigt sich Gottes Gr\u00f6\u00dfe und Liebe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Freiheit\"><\/span>Freiheit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn wir uns von Gottes Liebe leiten lassen, \u00e4ndert sich unser Blick auf uns selbst. Wir d\u00fcrfen erkennen, dass es nicht um Perfektion geht, sondern darum, im Vertrauen auf Gott zu leben. Die Bibel ruft uns dazu auf, unsere Identit\u00e4t nicht in weltlichen Ma\u00dfst\u00e4ben, sondern in Christus zu suchen (vgl. <em>Galater 2,20 (<\/em>Schlachter<em>) &#8211; &#8222;Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst f\u00fcr mich hingegeben hat.&#8220;<\/em>). Dies f\u00fchrt zu einer tiefen inneren Freiheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich wird deutlich, dass \u201egut genug\u201c in Gottes Augen nicht bedeutet, passiv zu sein. Vielmehr sind wir eingeladen, unsere Gaben zu entfalten und anderen zu dienen. In <em>Micha 6,8<\/em> (Schalchter) hei\u00dft es:<br><em>\u201eEs ist dir gesagt,<a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/micha\/6\/#\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">[5]<\/a>&nbsp;o Mensch, was gut ist und was der&nbsp;Herr&nbsp;von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe \u00fcben und dem\u00fctig wandeln mit deinem Gott?\u201c<\/em><br>Hier wird klar, dass unser Leben einen Sinn hat, der \u00fcber die Frage hinausgeht, ob wir \u201egen\u00fcgen\u201c. Es geht um Hingabe, Liebe und Gemeinschaft mit Gott.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Impulse\"><\/span>Impulse<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Selbstannahme \u00fcben:<\/strong> Akzeptiere Dich selbst als ein von Gott geschaffenes, geliebtes Wesen. Lerne, mit Deinen Schw\u00e4chen geduldig zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gottes Gnade annehmen:<\/strong> Bete und danke Gott f\u00fcr Seine Liebe, die unabh\u00e4ngig von Deiner Leistung ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andere Perspektive einnehmen:<\/strong> Frage Dich, wie Gott auf dein Leben schaut, anstatt Dich von \u00e4u\u00dferen Ma\u00dfst\u00e4ben definieren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Glauben wachsen:<\/strong> Suche nach M\u00f6glichkeiten, Deine Beziehung zu Gott zu vertiefen, z. B. durch Bibellesen, Gebet oder Gemeinschaft mit anderen Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Exkurs_%E2%80%93_Selbstzweifel\"><\/span>Exkurs &#8211; Selbstzweifel<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Sie war eine junge Lehrerin, die ihren Beruf mit Leidenschaft aus\u00fcbte. Sie wollte ihren Sch\u00fclern nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen auch Werte wie Respekt, Ehrlichkeit und Selbstvertrauen mit auf den Weg geben. Doch trotz ihrer Bem\u00fchungen hatte sie immer wieder das Gef\u00fchl, nicht gut genug zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeden Tag stellte sie sich dieselben Fragen: \u201eMache ich meine Arbeit wirklich gut? Verdiene ich diesen Job? Haben meine Sch\u00fcler \u00fcberhaupt etwas von mir gelernt?\u201c Besonders wenn eine Unterrichtsstunde nicht wie geplant lief oder ein Kollege sie kritisierte, zweifelte sie an sich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sah ihre Kollegin, die scheinbar m\u00fchelos jeden Sch\u00fcler motivierte. Ihr Unterricht war spannend, die Sch\u00fcler hingen an ihren Lippen, und sie erhielt viel Lob von den Eltern. So fragte sie sich: \u201eWarum kann ich nicht so sein? Warum bin ich nicht so gut?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in ihrem Privatleben sp\u00fcrte sie den Druck. In den sozialen Medien sah sie Freundinnen, die scheinbar alles im Griff hatten, die perfekte Karriere, die gl\u00fcckliche Beziehung, das erf\u00fcllte Leben, die unglaublich sch\u00f6nen Urlaube. Jedes Mal, wenn sie diese Bilder sah, wuchs der Gedanke in ihr: \u201eIch bin nicht genug.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages, nach einer anstrengenden Woche, setzte sie sich nach dem Unterricht ersch\u00f6pft auf eine Bank im Schulhof. Ein Sch\u00fcler aus ihrer Klasse kam zu ihr und sagte sch\u00fcchtern: \u201eIch wollte Ihnen einfach mal Danke sagen. Wegen Ihnen glaube ich wieder an mich. Fr\u00fcher dachte ich immer, ich w\u00e4re dumm, aber Sie haben mir gezeigt, dass ich es schaffen kann!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie war sprachlos. Wie kam er dazu? Sie war doch gerade mal mittelm\u00e4\u00dfig! Doch in den Augen dieses Sch\u00fclers hatte sie DEN Unterschied gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend las sie in ihrer Bibel und stie\u00df auf <em>Jesaja 43,1<\/em> &#8222;<em>Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: F\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.<\/em>&#8222;<br>Und danach, als brauche sie noch eine Bekr\u00e4ftigung, stie\u00df sie auf <em>2. Korinther 12,9<\/em> &#8222;<em>Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade gen\u00fcgen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten r\u00fchmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne.<\/em>&#8222;.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie erkannte, dass sie sich immer nur auf ihre eigenen Schw\u00e4chen fokussiert hatte, statt zu sehen, was sie bereits zu bewirken f\u00e4hig war. Sie verstand nun, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein, sondern, das Beste zu geben und darauf zu vertrauen, dass Gott das &#8211; vermeintlich &#8211; Wenige segnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Von diesem Tag an begann sie, sich bewusster zu machen, dass nicht die angestrebte, selbst auferlegte  Perfektion, das strikte Einhalten des Lehrplans bis aufs i-T\u00fcpfelchen die erstrebenswerten Ziele sind, sondern Gottes Wohlgefallen und Seine Wege. Sie konzentrierte sich darauf, das zu tun, was sie konnte, und den Rest Gott zu \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span>Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Frage \u201eBin ich gut genug?\u201c ist letztlich eine Einladung, die eigene Identit\u00e4t im Licht von Gottes Liebe zu sehen. Die Bibel zeigt uns, dass unser Wert nicht an \u00e4u\u00dferen Erfolgen oder Perfektion gemessen wird, sondern an der Gnade und Liebe Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Wahrheit finden wir nicht nur Trost, sondern auch Freiheit und Ermutigung, unser Leben mit Zuversicht zu gestalten. Gott sagt zu jedem von uns: <em>\u201eDu bist genug, weil ich dich liebe.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Leestyd<\/span> <span class=\"rt-time\"> 6<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">minute<\/span><\/span>Die Frage &#8222;Bin ich gut genug &#8230;&#8220; stellt sich vermutlich jeder Mensch im Leben. Sie ist wohl eine der tiefgreifendsten Fragen, die uns Menschen bewegt. Sie ber\u00fchrt unser Selbstwertgef\u00fchl, unser Verh\u00e4ltnis zu anderen und unsere Beziehung zu Gott. 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